{"id":1397,"date":"2012-11-09T12:03:07","date_gmt":"2012-11-09T11:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/histoire\/"},"modified":"2016-05-26T15:03:17","modified_gmt":"2016-05-26T13:03:17","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/de\/presentation\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h3>Ein St\u00fcck Geschichte : von den Urspr\u00fcngen der Bruderschaft<\/h3>\n<h4>\u201cDer Zeitraum und ungl\u00fcckliche Geschehnisse haben ihren Ursprung in undurchdringliche Nebel geh\u00fcllt.\u201d <em>Beschreibung der Gesellschaft und des Winzerfestes von 1781<\/em><br \/>\n\u201cWas den Ursprung dieser Bruderschaft angeht, [&#8230;] so scheint sie in die fr\u00fcheste Antike zur\u00fcckzuf\u00fchren und sich in grauer Vorzeit zu verlieren.\u201d <em>Manual 3, 14.2.1789<\/em><\/h4>\n<h3>Die Winzerbruderschaft von Vevey: Vorstellung<\/h3>\n<p>Heutzutage ist die Winzerbruderschaft von Vevey in der breiten \u00d6ffentlichkeit lediglich als Veranstaltungsorgan des Winzerfestes bekannt. Wenn auch die Errichtung dieser imposanten Feierlichkeiten einen erheblichen Teil ihrer T\u00e4tigkeit darstellt, so besteht der Grund- und Hauptzweck dieses Vereins in der Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung des Weinbaus. In dieser Absicht veranstaltet sie dreimal j\u00e4hrlich eine Besichtigung der Weinberge f\u00fcr Besitzer, die ihr diese Aufgabe anvertrauen. Diese Weinberge erstrecken sich \u00fcber ein weites Gebiet zwischen Pully (\u00f6stlich von Lausanne) und Lavey, an der Grenze zum Kanton Wallis. W\u00e4hrend dieser Besichtigungen wird die Arbeit der Weinbauarbeiter benotet, und alle drei Jahre gibt die aufgrund dieser Zensuren aufgestellte Bewertung Anlass zu einer Feier, bei der an die unter der Aufsicht der Bruderschaft stehenden Winzer Auszeichnungen verteilt werden. Diese Zeremonie nennt sich \u201cTriennale\u201d. Und ungef\u00e4hr einmal pro Generation nimmt diese Feier einen aussergew\u00f6hnlichen Umfang an: das Winzerfest. Im Grunde genommen haben sich die Ziele der Winzerbruderschaft im Verlauf der Jahre nur wenig ver\u00e4ndert.<\/p>\n<h3>Unklare Urspr\u00fcnge<\/h3>\n<p>Der Ursprung der Winzerbruderschaft bleibt bis heute r\u00e4tselhaft. Das \u00e4lteste, sich darauf berufende Dokument ist das \u201cManual\u201d des Vereins, sein Buch der Protokolle. Es wurde der Bruderschaft vom \u201cWeisen, Tugendhaften und Bedachtsamen Christen Montet, Herrschaftlicher Abt der Ehrw\u00fcrdigen Abtei der Landwirtschaft von Vevey, St. Urban genannt\u201d am zweiundzwanzigsten Tag des Monats Juni 1647 \u00fcberreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/wp-content\/uploads\/SCEAU.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-184\" title=\"SCEAU\" src=\"http:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/wp-content\/uploads\/SCEAU-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Offizieles Siegel der Winzerbruderschaft von Vevey<\/h6>\n<p>Beim Lesen der Widmung und der ersten Seiten dieses Dokuments wird offensichtlich, dass die Bruderschaft (die damals den Namen <i>Abtei der Landwirtschaft<\/i> trug) schon seit langer Zeit regelm\u00e4ssig ihre Funktion erf\u00fcllte.<\/p>\n<p>In Inneren eines kleinen Kelchs aus Buchsholz, Abt-Kelch genannt, den ein Medaillenreif mit den Namen der im Verlauf der Jahrhunderte leitenden \u00c4bte der Bruderschaft schm\u00fcckt, steht eingeritzt der Name Gaspar Rot, sowie die Jahreszahl 1618. Zweifellos war Gaspar Rot in diesem Jahr Abt.\u00a0Dieser Gegenstand ist das \u00e4lteste Zeugnis f\u00fcr die Existenz der Bruderschaft vor 1647.<\/p>\n<p>Ihren T\u00e4tigkeiten, ihrem benediktinischen Wahlspruch \u201cOra et\u00a0 Labora\u201d (bete und arbeite) und ihrem Schutzheiligen \u2013 St. Urban \u2013 zufolge, gab es die Winzerbruderschaft bereits im Mittelalter.<\/p>\n<p>1647 war die Abtei der Landwirtschaft (heute Winzerbruderschaft) nur eine sehr kleine Gesellschaft. Sie entwickelte sich im Verlauf des 18. Jahrhunderts, und 1776 z\u00e4hlte sie ungef\u00e4hr ein Viertel der m\u00e4nnlichen Bev\u00f6lkerung von Vevey zu ihren Mitgliedern.<\/p>\n<p>Die Abtei der Landwirtschaft war \u2013 und bleibt \u2013 ein gemeinn\u00fctziger Verein. Sie war nie aus Winzern zusammengestellt \u2013 wie ihr heutiger Name es vermuten lassen k\u00f6nnte \u2013 sondern aus Weinbaubesitzern, die die Bearbeitung ihrer Parzellen Weinbauarbeitern anvertrauten.<\/p>\n<p>Die Winzerbruderschaft ist also keine Zunft. Sie vertrat von Anfang an weder die Interessen eines Berufs noch die eines Gewerks, sondern die der Grundbesitzer, zu denen an erster Stelle die st\u00e4dtische Gemeinschaft \u2013 also das B\u00fcrgertum \u2013 und die Vertreter der Obrigkeit \u2013 Ihre Exzellenzen von Bern und die Vogte (<i>baillis<\/i>) geh\u00f6rten, f\u00fcr die sie ihre allj\u00e4hrlichen Besichtigungen im Weinberg von Vevey veranstaltete.<\/p>\n<p>So organisierte die Winzerbruderschaft \u2013 damals noch Abtei der Landwirtschaft, \u201cvon St. Urban\u201d genannt, und deren Ursprung sie als aus Urzeiten stammend vorgab \u2013, wie auch etliche andere Vereine, jedes Jahr einen Umzug (<i>Parade, Pourmenade oder Bravade<\/i> genannt) durch die Stadt. Diese Parade folgte auf die Generalversammlung, bei der die Arbeit der Weinbauarbeiter kommentiert (und kritisiert) wurde, und ging dem traditionellen Festmahl der Gesellschaft voraus. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts nahm der Umzug durch die Stadt immer mehr an Inhalt und Umfang zu.<\/p>\n<p>Gegen 1770 gab sich die Winzerbruderschaft zum Ziel, die Verbesserung des Weinbaus zu f\u00f6rdern und vielmehr die gute Arbeit der Weinbauarbeiter zu belohnen, als die etwaigen M\u00e4ngel im Anbau hervorzuheben. Wenn es die finanziellen und politischen Umst\u00e4nde erlaubten, wurden demzufolge die Besten ausgezeichnet und preisgekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>Es war diese Zeremonie der Preiskr\u00f6nung der besten Weinbauarbeiter, die sich schliesslich aus der fr\u00fcheren Parade zum Winzerfest entwickelte. Im Jahr 1797, w\u00e4hrend sich l\u00e4ndliche Vergn\u00fcgungsfeste und alles mit der Natur Verbundene in der gehobenen Gesellschaft grosser Beliebtheit erfreuten, wurde auf dem Marktplatz in Vevey zum ersten Mal eine Estrade aufgebaut, um den vielen Schaulustigen die M\u00f6glichkeit zu geben, diese Preiskr\u00f6nung mitzuerleben. Das Winzerfest war geboren.<\/p>\n<p>Einen besseren Einblick in die Weinbaut\u00e4tigkeiten der Winzerbruderschaft bekommen Sie im Kapitel \u201c<a href=\"http:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/la-vigne\/\">Der Weinberg<\/a>\u201d, und f\u00fcr ein Durchwandern der Geschichte des Winzerfestes begeben Sie sich zu \u201c<a href=\"http:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/les-fetes\/\">Die Feste<\/a>\u201d.<\/p>\n<h3>Die Vereinsbr\u00fcder<\/h3>\n<p>Die Vereinsbr\u00fcder wurden ehemals \u201cBr\u00fcder\u201d oder \u201cM\u00f6nche\u201d genannt.<\/p>\n<p>Heute z\u00e4hlt die Winzerbruderschaft \u00fcber tausend Mitglieder. Sie sind nicht mehr unbedingt Grundbesitzer, doch gem\u00e4ss der Vereinsstatuten werden ihre Bindung ans Land und das bekundete Interesse f\u00fcr den Weinbau bei ihrem Ersuch um Mitgliedschaft ber\u00fccksichtigt. Um von der Bruderschaft aufgenommen zu werden, muss die Anfrage schriftlich an den Pr\u00e4sidenten (<i>Abb\u00e9-Pr\u00e9sident<\/i>) gerichtet werden, der Bewerber muss zudem von anerkannter Moral, Schweizer B\u00fcrger und volle sechzehn Jahre alt sein, und auch den vom Rat festgesetzten Mitgliedschaftsbeitrag leisten. Ausser diesem einmaligen Mitgliedschaftsbeitrag wird von den Vereinsbr\u00fcdern kein anderer Beitrag verlangt. Seit 2008 ist die Bruderschaft auch f\u00fcr Frauen zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Die Mitglieder der Bruderschaft treffen sich alle zwei Jahre zu einer Generalversammlung. Dies ist die \u201cBiennale\u201d. Die Versammlung der Vereinsbr\u00fcder w\u00e4hlt die 24 Mitglieder des Rates. Der Ratspr\u00e4sident wird seit Jahrhunderten \u201cAbb\u00e9-Pr\u00e9sident\u201d genannt. Er wird durch einen Vize-Pr\u00e4sidenten unterst\u00fctzt. Die Mitglieder \u00e4ussern sich zu den Statuten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein St\u00fcck Geschichte : von den Urspr\u00fcngen der Bruderschaft \u201cDer Zeitraum und ungl\u00fcckliche Geschehnisse haben ihren Ursprung in undurchdringliche Nebel geh\u00fcllt.\u201d Beschreibung der Gesellschaft und des Winzerfestes von 1781 \u201cWas den Ursprung dieser Bruderschaft angeht, [&#8230;] so scheint sie in die fr\u00fcheste Antike zur\u00fcckzuf\u00fchren und sich in grauer Vorzeit zu verlieren.\u201d Manual 3, 14.2.1789 Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":87,"parent":1512,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1397","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - 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