{"id":1492,"date":"2012-11-09T12:04:36","date_gmt":"2012-11-09T11:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/un-peu-dhistoire\/"},"modified":"2013-07-08T13:42:53","modified_gmt":"2013-07-08T11:42:53","slug":"ein-wenig-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.confreriedesvignerons.ch\/de\/la-vigne\/ein-wenig-geschichte\/","title":{"rendered":"Ein Wenig Geschichte"},"content":{"rendered":"<h3>Das urspr\u00fcngliche Ziel : die \u00dcberpr\u00fcfung der gut gemachten Arbeit<\/h3>\n<p>Das erste Ziel der damaligen Abbaye de l\u2019Agriculture de Vevey (heute Confr\u00e9rie des Vignerons &#8211; <i>Winzerbruderschaft<\/i>) war die \u00dcberpr\u00fcfung der guten Bestellung des hinter den Stadtmauern von Vevey liegenden Weinbergs. Dieses Gebiet umfing die Anbauten zwischen Corseaux und La Tour-de-Peilz einerseits, Corsier und St. L\u00e9gier andererseits. Die Umgebung von Vevey, ausser einigen Wiesen und Obstg\u00e4rten, waren damals mit Weinreben bepflanzt. Die Weinbaufl\u00e4che ging erst kurz vor dem 19. Jahrhundert zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Amtsbr\u00fcder, im 18. Jahrhundert M\u00f6nche oder Br\u00fcder genannt, \u00fcberpr\u00fcften die Arbeit der Weinbauarbeiter, denn der Weinbau war zu dieser Zeit die wichtigste Einnahmequelle des Amtsbezirks der Vogten von Vevey.<\/p>\n<p>So liefen j\u00e4hrlich vier \u201cBesichtigungs\u201d-M\u00f6nche diese Gebiete um Vevey herum ab. Sie vermerkten die Fehler in der Bodenbestellung, die besch\u00e4digten M\u00e4uerchen und Hecken, die die Reben in Schatten stellenden B\u00e4ume, das \u00fcberwuchernde Gestr\u00fcpp, das auf den Anbaufl\u00e4chen grasende Vieh und, vor allem, das Gem\u00fcse und Obst, das zwichen den Reben gepflanzt war.<\/p>\n<p><b>\u201cDie zwei Weing\u00e4rten, die Jaunin bebaut, Winzer seiner Exzellenz dem Herrn Avoyer Vonderweidt aus Freiburg, einer auf Pomey, der andere auf Pallud, beide von \u00e4hnlicher Bodenfl\u00e4che, sind so schlecht bestellt, dass sie eher Wiesen als Weing\u00e4rten gleichen, so sehr sind sie durchwuchert von Unkraut und Bohnen, an manchen Stellen gar ohne Reben, die man neu pflanzen m\u00fcsste, und die diesen Grundbesitz in v\u00f6lligen Ruin f\u00fchren; siehe die Verwarnung, die bereits letztes Jahr an genannten Winzer gerichtet wurde.\u201d <i>Manual 1, Besichtigungsbericht, 23.6.1736<\/i><\/b><\/p>\n<h3>Die Bruderschaft im Angesicht der Weinbau-Krise<\/h3>\n<p>Jahrhundertelang \u00e4nderte sich die Arbeit der Bruderschaft nur wenig. Jeder Winzer arbeitete so, wie es ihn sein Vater gelehrt hatte. Die Bruderschaft versuchte, die Fortschritte im Weinbau zu f\u00f6rdern, indem sie die Wiederherstellung der Weinreben durch \u201cchapons\u201d, eher als durch Ableger pries; auch bem\u00fchte sie sich in der Suche nach wirkungsvollen D\u00fcngmitteln und dr\u00e4ngte zu einer vielseitigeren Gestaltung des Rebsortenbestands. Um die Weinbauarbeiter zu ermutigen, f\u00fchrte die Winzerbruderschaft\u00a0 am Ende des 18. Jahrhunderts die Kr\u00f6nung der besten Winzer ein (siehe die Vorstellung der Feste).<\/p>\n<p>Es war das Auftauchen, im Verlauf des 19. Jahrhunderts, der ersten kryptogamischen Krankheiten (Mehltau und echter Rebenmehltau) und der Parasiten (Rebl\u00e4use), die Winzer und Bruderschaft zwang, ihre alt\u00fcberlieferten Arbeitsbr\u00e4uche und ihre Besichtigungs-Kriterien zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig wurde die Arbeit des Winzers sehr viel fachm\u00e4nnischer und forderte eine in Zeit und Arbeitkr\u00e4ften sehr viel bedeutendere Investition. Nach und nach verschwanden die Mischgebiete.<\/p>\n<p>Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und bis zu den dreissiger Jahren verleiteten zahlreiche Umst\u00e4nde so manchen Grundbesitzer dazu, seine Weinberge aufzugeben: die massive Importierung von billigen ausl\u00e4ndischen Weinen, die Absatzkrisen, die Krankheiten und Parasiten, die wachsende Industrialisierung, die die bisher im Weinbau besch\u00e4ftigten Arbeiter zu sich zog, die folglich geringeren und teureren Arbeitskr\u00e4fte und die stetig steigenden Gemeinkosten. Die Eink\u00fcnfte, die mit dem Weinbau noch bezogen werden konnten, waren unerheblich geworden, w\u00e4hrend die Urbanisierung um Vevey herum einen eintr\u00e4glichen Verkauf der Parzellen erm\u00f6glichte. Die Winzerbruderschaft verlor unerbittlich an Einfluss, die ihrer Besichtigung unterliegenden Weinbaugebiete verschwanden eins nach dem anderen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das urspr\u00fcngliche Ziel : die \u00dcberpr\u00fcfung der gut gemachten Arbeit Das erste Ziel der damaligen Abbaye de l\u2019Agriculture de Vevey (heute Confr\u00e9rie des Vignerons &#8211; Winzerbruderschaft) war die \u00dcberpr\u00fcfung der guten Bestellung des hinter den Stadtmauern von Vevey liegenden Weinbergs. 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